WP-Magazin 3/98 (Mai/Juni)


Ratgeber:

Der Gefiederwechsel beim Wellensittich

Rainer Niemann

Inhalt: Kein anderes Merkmal ist für einen Vogel typischer als sein Federkleid. Bereits die ältesten bekannten Vogelarten, welche schon zu Zeiten der Dinosaurier lebten, besaßen einen Körper, der nahezu vollständig mit Federn bedeckt war.Die Federn sind wahre Meisterwerke der Natur. Während sich ein Wissenschaftler vom Anblick einer einzelnen Feder leicht begeistern läßt, wird das zarte Gebilde während des Federwechsels für den Vogelhalter schnell zum Ärgernis.Wer mehrere Vögel hält, findet besonders während der Mauserzeit in jeder Ecke der Wohnung die Spuren des Gefiederwechsels. Als totes Gebilde sind die Federn einem starken Verschleiß ausgesetzt und müssen regelmäßig erneuert werden. Das WP-Magazin sagt Ihnen, warum die Mauserzeit so wichtig für Ihre Wellensittiche ist.


Ratgeber:

Keimfutter für Kanarienvögel

Hildegard Niemann

Inhalt: Kanarienvögel sind im Gegensatz zu vielen Papageien und Sittichen sehr leicht an außergewöhnliche Nahrungsmittel zu gewöhnen. Bereitwillig nehmen sie fast alle Obst- und Gemüsearten, die für die Vogelernährung geeignet sind, als Futter an und lassen für besondere Leckerbissen sogar ihr Körnerfutter liegen. Trotzdem werden die meisten Kanarienvögel in Menschenobhut ausschließlich mit trockenen Sämereien versorgt. Das handelsübliche Gemisch aus Kanariensaat, Negersaat und verschiedenen Hirsesorten kann jedoch auch als gekeimte Saat verfüttert werden, die gerade in der Aufzucht- und Mauserzeit eine wichtige Ergänzung zur täglichen Futterration darstellt.


Test:

Verstehen Sie das Verhalten Ihrer Wellensittiche?

Rainer Niemann

Inhalt: Der weltweit am häufigsten gehaltene Papageienvogel, der Wellensittich, zeigt uns eine Vielzahl von interessanten Verhaltensweisen. Wer die wichtigsten Regeln im Zusammenleben mit diesem munteren Gesellen kennt und beachtet, wird von dem kleinen Australier nicht mehr loskommen. Sind Sie sicher, daß Sie alle Besonderheiten aus dem Leben der Wellensittiche kennen? Oder haben Ihre Vögel schon einmal ganz anders reagiert, als Sie es zunächst erwarteten? Unser Test zeigt Ihnen, ob Sie Ihre gefiederten Freunde bisher richtig eingeschätzt haben.


Steckbrief:

Der Adelaidesittich

Inhalt: Glücklicherweise sind die Vögel sehr anpassungsfähig und wenig anfällig gegenüber Störungen in ihrem Lebensraum. Obwohl sie leicht zu halten sind, pflegen bislang nur wenige Vogelhalter die schönen Sittiche.


Steckbrief:

Tangaren - Juwelen des Regenwaldes

Dieter Hoppe

Inhalt: Tangaren prägen die Wälder des tropischen Amerika. Wer diese Vogelfamilie beobachten will, sollte sich vor allem zwischen Mexiko und Bolivien genauer umschauen. Zu den auffälligsten Arten gehört die Maskentangare, die in der Andenregion und im Amazonas-Becken beheimatet ist. Die Vassori-Tangare zählt zu den Hochgebirgsbewohnern der Anden. Man kann sie recht häufig in Höhenlagen bis 3300 Meter beobachten. In den touristischen Zentren Perus lassen sich die intelligenten und wenig scheuen Vögel bereitwillig mit Beeren füttern. Nur wenige Vogelfreunde haben bislang das Glück gehabt, die bunten Tangaren einmal in freier Natur beobachten zu können. Der bekannte Vogelexperte Dieter Hoppe stieß auf seinen Reisen durch Nord- und Südamerika des öfteren auf diese kleinen Singvögel. Für das WP-Magazin hat er seine Erfahrungen und Beobachtungen in einem faszinierenden Bericht zusammengefaßt.


Verhalten:

Verpaarung von Papageien

Rosemary Low

Inhalt: Viele begeisterte Halter von Papageien überlegen sich im Laufe der Zeit, in die Zucht einzusteigen. Einige Papageienarten lassen sich nach Erreichen der Geschlechtsreife kaum noch bändigen, so daß dem Besitzer Zweifel kommen, ob ein Mensch als Gesellschafter den Artgenossen ersetzen kann. Die Überlegung, seinen Papagei zu verpaaren, ist manchmal nicht einfach in die Tat umzusetzen. Die Papageienexpertin Rosemary Low geht auf einige der wichtigsten Probleme bei größeren Arten ein.


Freileben:

Die letzten Kakapos in Neuseeland

Rainer Niemann & Don Merton

Inhalt: Der Kakapo ist einer der seltsamsten Vögel der Welt. Abseits der großen Kontinente entwickelte er in der Inselwelt Neuseelands eine einzigartige nächtliche Lebensweise, die das Fliegen nicht mehr benötigte. Im Schutz der Dunkelheit hatten die Vögel mit dem weichen fellartigen Federkleid keine Feinde zu befürchten und konnten wie der Kiwi auf ihr Flugvermögen verzichten. Keine Papageienart erreicht auch nur annähernd das Gewicht eines Kakapos, bei alten Männchen sind das immerhin bis drei Kilogramm. Seinen deutschen Namen Eulenpapagei erhielt der Vogel aufgrund seines Gesichtes, das mit seinen starren Federn verblüffend an eine Eule erinnert.


Gesundheit:

Ihre Fragen an unsere Experten

Tierärztin Karin Weber aus Bodman beantwortet eine Leserfrage von Frau Monika Zwenger aus Herdecke zum Thema "Aspergillose bei Amazonen".

Papageienexperte Marcellus Bürkle aus München beantwortet eine Leserfrage von Helmut Fuchs aus Augsburg zum Thema: "Haltung von Mohrenkopfpapageien".


Erlebnisse:

Auf den Wellensittich gekommen

Marita Schaal

Inhalt: Das Leben von Marita und Hans-Werner Schaal aus Meine wird schon seit vielen Jahren von einer großen Zahl Papageien und Sittichen geprägt, die in ihrer papageiengerecht umgebauten Wohnung ein luxuriöses Zuhause gefunden haben. Die meisten von ihnen gelangten per Zufall zur Familie Schaal, so auch der Wellensittich „Minifix“. Der entflogene „Papageienzwerg“ lebte sich bei den – aus seiner Sicht – riesigen Amazonen, Graupapageien und Aras prächtig ein. Doch das Zusammenleben der ungewöhnlichen Vogelgruppe blieb nicht auf Dauer ohne Folgen. Eines Tages lag der Wellensittich mit blutigen Wunden auf dem Boden und drohte zu sterben!


Sonstiges:

Eine Sachkundeprüfung für Papageienzüchter

Silvia Schmid

Inhalt: Haben auch Sie ein Pärchen Wellensittiche oder ein anderes Papageienpärchen zu Hause? Vielleicht haben auch Sie schon einmal daran gedacht, Ihren Vögeln einen Nistkasten anzubieten, um eventuell Nachwuchs zu erhalten? Alles in bester Ordnung, wenn es nur beim Wunschgedanken bleibt. Sobald Ihnen die Natur einen Streich gespielt hat und das erste Jungtier geschlüpft ist, haben Sie möglicherweise schon gegen das Gesetz verstoßen! Im Überschwang der „Elterngefühle“ wird allzu leicht vergessen, daß die Behörde vor Ihre niedlichen Vogelbabies einige wichtige Bestimmungen gesetzt hat. Immer mehr Vogelhalter gehen zur paarweisen Haltung Ihrer gefiederten Pfleglinge über, wie übrigens auch von behördlicher Seite empfohlen. Folglich lassen auch die sogenannten „Wohnzimmernachzuchten“ nicht länger auf sich warten.


Sonstiges:

Abschied: Wenn der Vogel stirbt

Doris Dühr

Inhalt: Die Vorstellung, daß das über alles geliebte Haustier eines Tages sterben wird, löst auch bei den Vogelfreunden Unbehagen aus. Man verdrängt diese Gedanken und erfreut sich lieber an seinen putzmunteren Hausgenossen. Da die meisten Sittiche und Papageien eine wesentlich kürzere Zeitspanne als ihre menschlichen Pfleger haben, sollte man sich schon zu Lebzeiten des Vogels Gedanken darüber machen, wie man seinem langjährigen Freund und Haustier einen würdigen Abschied bereitet. Dazu gehört auch die wohl schwerste Entscheidung eines Vogelhalters: die Einwilligung zur Euthanasie durch den Tierarzt, wenn der Vogel unheilbar krank ist und unter Schmerzen leidet. Die Tierärztin Doris Dühr aus Ludwigshafen hat sich für das WP-Magazin mit dem Thema eingehend beschäftigt und folgenden Bericht geschrieben


Sonstiges:

Nachwuchs beim gemischten Ara-Paar

Otto Schindler

Inhalt: Otto Schindler aus Harthausen ist ein großer Freund der großen Ara-Arten. Seinem Hellroten Ara „Stucki“ gesellte er einen stattlichen Gelbbrustara namens „Lora“ zu. Beide wurde schnell zu einem harmonischen Paar, das bei den Schindlers in komfortabel eingerichteten Volieren sein Zuhause fand. Lora produzierte „am laufenden Band“ unbefruchtete Eier, bis ihr in der beheizten Wintervoliere ein Nistkasten zur Verfügung gestellt wurde. Kurze Zeit später klappte es mit dem Nachwuchs.


Nachrichten:

  • Neue Spechtpapageienart entdeckt
  • Trauriges Jubiläum?
  • Monographie über Meisentimalien
  • T-Shirt für Sumbas Papageien
  • Interzoo in Nürnberg
  • Keine Chance für einen Papageiendieb

Poster:

Gelbbauchamazonen


Sonstiges:

Die WP-Magazin-Kontaktbörse

Inhalt: Auf Ihren vielfach geäußerten Wunsch hin, liebe WP-Magazin-Leser, möchten wir Ihnen in Zukunft die Möglichkeit geben, über unsere Leser-Kontaktbörse mit anderen Vogelfreunden in Verbindung zu treten. Wenn Sie Kontakt zu anderen Lesern oder Hilfe suchen, oder zum Beispiel Urlaubsvertretungen für Papageien und Sittiche anbieten möchten, dann sind Sie hier genau richtig.

Arndt-Verlag
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